VFL Wolfsburg

Durststrecke beendet

15.04.2017
Teamjubel nach dem 3:0 durch Mario Gomez.

Der VfL schlägt Ingolstadt 3:0 und baut den Vorsprung auf die direkten Abstiegsplätze aus.

Der VfL Wolfsburg hat sich eindrucksvoll im Kampf um den Klassenerhalt zurückgemeldet und nach drei sieglosen Spielen in Folge wieder in die Spur gefunden. Am 29. Spieltag schlugen die Wölfe den FC Ingolstadt 04 in der Volkswagen Arena hochverdient durch ein Eigentor von Markus Suttner (45. Minute) sowie Treffer von Yunus Malli (68.) und Mario Gomez (80.) mit 3:0 (1:0), hielten damit einen Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt auf Abstand und bauten den Vorsprung auf die direkten Abstiegsplätze auf fünf Zähler aus.

Jonker mit drei Änderungen in der Wölfe-Startelf

Beide Trainer nahmen in ihren Startaufstellungen drei Änderungen im Vergleich zum vergangenen Wochenende vor. Gäste-Coach Maik Walpurgis brachte im Tor Örjan Nyland für Martin Hansen und Alfredo Morales für Sonny Kittel sowie Florent Hadergjonaj für den rotgesperrten Romain Bregerie. VfL-Cheftrainer Andries Jonker nominierte nach dem 1:4 beim FC Schalke Jakub Blaszczykowski, Yannick Gerhardt und Vieirinha für Sebastian Jung, Jannes Horn und Malli.

„Ricci“ drückt in der Nordkurve die Daumen

Das Spiel stand ganz im Zeichen der von den Fans initiierten und vom VfL vollständig unterstützen Aktion „Flagge zeigen“. Gemeinsam machten schon vor Anpfiff alle, deren Herz für die Grün-Weißen schlägt klar, dass Fans, Verein, die Stadt Wolfsburg und das Volkswagen Werk sich geschlossen mit aller Macht gegen den Abstieg stemmen und ihn so letztlich auch verhindern werden. Die aktiven Fans aus der Nordkurve appellierten übers Stadionmikrofon an die VfL-Familie, lautstark alles für die drei Punkte zu geben, tausende vom VfL verteilte Autofahnen sorgten für ein eindrucksvolles Bild beim Auflaufen der beiden Mannschaften und der derzeit noch verletzte Ricardo Rodriguez machte den Schulterschluss zwischen Fans und Team deutlich, indem er in der Nordkurve die Partie verfolgte.

Casteels hält stark, Gerhardt legt die Führung auf

Der Rahmen war also perfekt bereitet, die Fans standen von der ersten Minute an wie eine Eins hinter den Wölfen. Die hatten denn auch von Beginn an mehr von der Partie, konnten ihre Überlegenheit zunächst jedoch nicht in Chancen ummünzen, da der finale Pass gegen gut stehende Ingolstädter nicht gelingen wollte. So blieb es zunächst bei vereinzelten Schüssen, doch weder der Weitschuss von Vieirinha (11.), noch der Versuch von Daniel Didavi aus spitzem Winkel (24.) brachten FCI-Keeper Nyland in Verlegenheit. Die Ingolstädter versuchten dagegen erfolglos, gegen engagierte Wolfsburger Konter zu setzen, hätten aber dennoch fast die Führung bejubeln können, als nach einer Ecke von rechts Dario Lezcano mit einem wuchtigen Kopfball Koen Casteels zu einer starken Parade zwang (30.). Nach diesem Schreck ohne Folgen bestimmten die Grün-Weißen wieder das Geschehen, dennoch sah es lange so aus, als ginge es torlos in die Kabinen. Dann jedoch passte Luiz Gustavo in der Nachspielzeit der ersten Hälfte auf der linken Seite zu Didavi, der technisch bärenstark auf Gerhardt weiterleitete. Die Nummer 13 des VfL setzte zum Sprint entlang der Seitenlinie an, brachte den Ball scharf in den Sechzehner – und fand dort Ingolstadts Suttner, der das Leder ins eigene Tor beförderte (45.).

Malli feiert die Tor-Premiere, Gomez macht alles klar

Mit der, aufgrund des Zustandekommens, glücklichen, aber verdienten Führung im Rücken legten die Wölfe auch im zweiten Durchgang gleich den Vorwärtsgang ein, um schnell nachzulegen und so früh wie möglich den Deckel auf diese Partie drauf zu machen. Und der eingewechselte Malli hätte beinahe früh die Volkswagen Arena feiern lassen, doch selbst unter Aufbietung seiner ganzen artistischen Fähigkeiten konnte er die etwas zu hohe und enorm wuchtige Hereingabe von Vieirinha nicht verwerten (47.). Doch der Winterneuzugang hatte jetzt Lust auf mehr bekommen und stillte seine und die Sehnsucht der Fans nach dem ersten Treffer im VfL-Trikot elf Minuten darauf, als sich Maximilian Arnold einen Ingolstädter Einwurf auf Höhe des FCI-Strafraums erkämpfte an die Grundlinie zog und klug zur Nummer 10 zurücklegte, die aus gut 16 Metern den Ball zum 2:0 versenkte (68.). Das war die Vorentscheidung in einer weiter umkämpften Partie, die Wolfsburger hatten nun alles im Griff, Ingolstadt kam kaum noch nennenswert in die VfL-Hälfte. Und alle Grün-Weißen durften sogar nochmal jubeln, als Gomez aus fünf Metern eine Gerhardt-Hereingabe zum 3:0 über die Linie befördert (80.).

Erst zu Hertha, dann kommen die Bayern

Dabei blieb es auch bis zum Abpfiff. Durch diesen enorm wichtigen Erfolg haben die Wolfsburger ihren Vorsprung auf die direkten Abstiegsplätze auf fünf Punkte ausgebaut, zumindest vorläufig einen Tabellenplatz gut gemacht und rangieren derzeit mit 33 Punkten auf Rang 13. Am kommenden Wochenende geht es am Samstag, 22. April, für die Jonker-Elf zu Hertha BSC (Anstoß 15.30 Uhr), ehe am Samstag darauf (29. April, Anstoß 18.30 Uhr) Bayern München zu Gast in der Volkswagen Arena ist (Tickets gibt es hier).

VfL Wolfsburg: Casteels – Blaszczykowski, Knoche, Luiz Gustavo, Gerhardt – Bazoer (81. Seguin), Guilavogui –Didavi (46. Malli), Arnold, Vieirinha (88. Mayoral) – Gomez

FC Ingolstadt 04: Nyland – Matip, Roger, Tisserand – Hadergjonaj, Cohen, Morales (69. A. Jung), Suttner – Leckie (55. Kittel), Groß (82. Christiansen) – Lezcano

Tore: 1:0 Suttner (Eigentor, 45.), 2:0 Malli (68.), 3:0 Gomez (80.)

Gelbe Karten: Bazoer, Knoche / Suttner, Matip, Cohen

Schiedsrichter: Tobias Stieler (Hamburg)

Zuschauer: 26.374 am Samstagnachmittag in der Volkswagen Arena

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