VFL Wolfsburg

Die Wölfinnen fahren nach Köln

15.04.2018

Nach 4:1-Sieg gegen die SGS Essen: VfL-Frauen stehen im DFB-Pokal-Endspiel.

Zum insgesamt fünften Mal und im vierten Jahr in Folge steht die Frauenmannschaft des VfL Wolfsburg im Finale des DFB-Pokals. Die Wölfinnen setzten sich am Sonntag mit 4:1 (2:0) gegen die SGS Essen durch. Die Treffer für die Grün-Weißen erzielten Caroline Hansen (17. Minute), zweimal Pernille Harder (42./ 47.) und Sara Gunnarsdottir (87.), für die SGS Essen traf Sarah Freutel (58.). Das in Köln ausgetragene Finale bestreitet der VfL gegen den FC Bayern München, der sich zeitgleich im anderen Halbfinale gegen den 1. FFC Turbine Potsdam mit 3:1 durchsetzte, am Samstag, 19. Mai (Anstoß um 15 Uhr). Das nächste Mal gefordert werden die Wölfinnen am nächsten Sonntag, 22. April, beim Chelsea LFC, wenn das Halbfinal-Hinspiel in der UEFA Women’s Champions League ausgespielt wird (Anstoß um 19.05 Uhr MESZ).

Neto und Pajor rotieren rein

Im Vergleich zum letzten Pflichtspiel, dem 1:0-Erfolg bei Turbine Potsdam, veränderte Wölfinnen-Cheftrainer Stephan Lerch seine Startelf auf zwei Positionen: Für Ella Masar und Lara Dickenmann, die beide vorerst auf der Bank Platz nahmen, rückten Claudia Neto und Ewa Pajor in die Formation. Auf Seiten der Gäste aus Essen veränderte Trainer Daniel Kraus lediglich eine Personalie. Manjou Wilde spielte für Nicole Anyomi.

Zwei fast identische VfL-Treffer vor der Pause

Die SGS startete aktiv in die Partie und suchte sofort den Weg in die Spitze. Dementsprechend ging auch die erste Torchance an die Gäste, als Lea Schüller aus der Drehung neben den VfL-Kasten schoss (6.). Die Wölfinnen ihrerseits wussten ihre erste Gelegenheit gleich in Zählbares umzumünzen. Nilla Fischer schickte Pajor über die rechte Seite, die in die Mitte zog und von der Grundlinie zu Hansen querlegte, die locker zur Führung einschieben konnte (17.). Im Anschluss hielten die Grün-Weißen die Essenerinnen in der Defensive mit gezielten Tempoverschärfungen auf Trapp, kamen aber nicht zu weiteren gefährlichen Abschlüssen – bis in die 39. Minute. Hier wiederholte der VfL das Erfolgsrezept des ersten Treffers und schlug erneut zu. Diesmal wurde Pajor von Blässe freigespielt, ging wieder an die rechte Grundlinie und bereitete so den Treffer von Harder in der Mitte vor – 2:0 (42.).

Harder nach gewohntem Muster, Freutel und Gunnarsdottir zum Endstand

Unmittelbar nach Wiederanpfiff baute Grün-Weiß die Führung um ein weiteres Tor aus. Ewa Pajor – mit ihrer dritten Torvorlage in diesem Spiel – passte erneut von rechts flach in die Mitte, wo Pernille Harder am zweiten Pfosten zum 3:0 einschob (47.). Nachdem Harder, wieder nach Pass von rechts, an SGS-Schlussfrau Lisa Weiß scheiterte (56.), kam auch Essen zu einer Möglichkeit und zum Anschlusstreffer: Freutel tauchte nach einem Diagonalpass frei vor Almuth Schult auf und ließ dieser per Lupfer keine Chance (59.). Natürlich gab dieses Tor den Gästen noch einmal auftrieb, jedoch blieb der letzte Treffer des Tages dem VfL vergönnt. Sara Gunnardottir schraubte sich nach einer Ecke am höchsten in die Luft und köpfte wuchtig zum 4:1-Endstand in die Maschen (87.).

„Tolle Moral, Mentalität und Körpersprache“

VfL-Cheftrainer Stephan Lerch: Wir sind nicht so gut ins Spiel gekommen. Essen hat das gut gemacht und viel Druck ausgeübt. Wir hatten es zunächst schwer, uns aus diesem Pressing zu lösen. Wir wussten aber auch, wir werden Räume bekommen im Rücken der Abwehr, diese wollten wir bespielen. Auf diese Weise haben wir dann die Tore gut herausgespielt, sodass am Ende nur noch der Fuß hereingehalten werden musste. So haben wir uns reingekämpft und wurden dann auch ruhiger am Ball. Wir wussten aber auch, dass wir wach sein müssen und Essen sich nicht aufgeben wird. Natürlich war es dann super, dass wir direkt nach der Halbzeit das 3:0 machen. Das war ein hervorragender Zeitpunkt. Durch den Anschlusstreffer werden dann bei Essen noch einmal Kräfte geweckt, aber wir haben einfach bis zum Schluss unser Spiel durchgezogen, eine tolle Moral, Mentalität und Körpersprache gezeigt. Wir sind jetzt super glücklich, dass wir erneut im Finale stehen, da wir wussten, dass es eine schwere Aufgabe wird und das hat man auch gesehen.

VfL Wolfsburg: Schult – Blässe, Fischer, Goeßling, Maritz (69. Kerschowski) – Gunnarsdottir, Popp, Neto (70. Jakabfi), Hansen – Pajor (81. Masar), Harder

SGS Essen: Weiß – Klasen, Doorsoun, Hegering, Ioannidou – Wilde, Lehmann – Knaak (56. Anyomi), Dallmann (56. Freutel), Feldkamp (77. Nesse) – Schüller

Gelbe Karten: Pajor, Gunnarsdottir / Doorsoun

Tor: 1:0 Hansen (17.), 2:0 Harder (42.), 3:0 Harder (47.), 3:1 Freutel (58.), 4:1 Gunnarsdottir (87.)

Zuschauer: 1.514 am Sonntagnachmittag im AOK Stadion

Schiedsrichterin: Angelika Söder (Ochenbruck)

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