VFL Wolfsburg

8:1-Kantersieg

26.02.2017
Die Spielerinnen des VfL jubeln über den Sieg.

Die VfL-Frauen spielen sich in der Schlussphase in Leverkusen in einen Rausch.

Die Frauen des VfL Wolfsburg bleiben auf der Erfolgsspur: Beim Tabellenvorletzten Bayer 04 Leverkusen landete die Elf von Ralf Kellermann einen 8:1 (2:1)-Kantersieg. Nach einem frühen Doppelschlag durch Alex Popp (9.) und Nilla Fischer (13.) mussten die Wölfinnen zwar den Anschluss durch Turid Knaak hinnehmen (34.), Elise Bussaglia sorgte aber früh in Durchgang zwei für die Entscheidung (54.). Die weiteren Treffer erzielten Vanessa Bernauer (76.), erneut Popp (82.), Babett Peter (83.), Emily van Egmond (86.) und Caroline Hansen (87.).

Mittag rückt für Gunnarsdottir in Startelf

Am Jugendfußball-Zentrum Kurtekotten begann VfL-Cheftrainer Ralf Kellermanns Team gegen den Tabellenvorletzten aus Leverkusen wie bereits beim überzeugenden 4:1-Erfolg gegen den SC Sand zunächst im 4-4-2-System. Alexandra Popp startete für die angeschlagene Sara Björk Gunnarsdottir (Schlag auf Oberschenkel) auf der Sechs, während Anja Mittag den dadurch vakanten Platz im Sturm neben Pernille Harder einnahm. Im Laufe der Partie sollte dann variabel immer wieder auf ein 4-1-4-1 umgestellt werden. Beim Gastgeber aus Leverkusen gab es eine personelle Veränderung gegenüber dem 1:1 in Jena: Rachel Rinast begann für Ramona Petzelberger.

Popps Sonntagsschuss als Türöffner, Fischer legt nach

Und die neue Spielerin in der Startelf Bayers sollte auch prompt den ersten Hochkaräter für den Außenseiter verbuchen. Gegen eine noch schläfrige VfL-Abwehr kombinierten die Gastgeberinnen sich in den Strafraum der Grün-Weißen, die letztlich Glück hatten, dass Rinast aus zwölf Metern freistehend knapp neben den linken Pfosten zielte (1.). Doch diese erste Szene schien wie ein Weckruf für die Wölfinnen zu sein, die nun nach und nach das Spielgeschehen an sich rissen. Nach neun Minuten war es dann aber einem echten Sonntagsschuss zu verdanken, dass der VfL in Front ging: Alex Popp roch, dass Bayer-Keeperin Anna Klink wohl zu weit vor ihrem Kasten stand und versuchte es einfach Mal aus mehr als 30 Metern. Der herrliche Schuss landete über die Unterkante der Latte hinter der Linie im Tor der Gastgeberinnen. Nur vier Minuten später durften die Wölfinnen bereits erneut jubeln: Dieses Mal war es Kapitänin Nilla Fischer, die das Leder aus dem Gewühl über die Linie drücken konnte (13.). Mit dem Doppelschlag hatte die Kellermann-Elf einen tollen Start in die Partie erwischt. Die Wölfinnen hatten die Partie in der Folge gut im Griff. Und fanden zu guten Offensivkombinationen wie in Minute 28, als Harder nach tollem Absatzkick von Mittag beim Abschluss gerade noch gestört werden konnte, so dass der Schlenzer knapp rechts vorbeistrich.

Turid Knaak macht es spannend

Dass es trotzdem noch einmal richtig spannend wurde, lag an einem sehenswerten Solo von Turid Knaak, die aus dem Zentrum losmarschierte und beim Aufsetzer vom linken Strafraumeck so genau zielte, dass das Spielgerät seinen Weg vom rechten Innenpfosten in die Maschen fand – VfL-Keeperin Almuth Schult war chancenlos (34.). Bayer 04 durfte wieder hoffen. Fast hätte Grün-Weiß noch vor dem Pausenpfiff den alten Abstand hergestellt, doch die Direktabnahme Tessa Wullaerts nach schöner Linksflanke von Lara Dickenmann ging nur haarscharf über das Aluminium (43.). So ging es aber letztlich mit der knappen, aber verdienten Führung der Wölfinnen in die Kabinen.

Bussaglia zielt genau in den Winkel

Personell unverändert gingen beide Teams den zweiten Durchgang an. Unverändert blieb auch die Spielausrichtung: Grün-Weiß dominierte, die Rheinländerinnen setzten auf Konter. Wieder war es schließlich ein mutiger Fernschuss, der die Vorentscheidung für die Wölfinnen bringen sollte. Elise Bussaglia fasste sich aus knapp 25 Metern ein Herz und hämmerte das Spielgerät vollkommen unerreichbar für Klink genau in den rechten Giebel (54.). Die Gastgeberinnen versuchten zwar in der Folge immer wieder sporadisch, in die gegnerische Gefahrenzone zu kommen, doch die VfL-Defensive stand in den wenigen Szenen sicher und souverän. Die VfL-Frauen kontrollierten nun die Partie und verwalteten den Vorsprung letztlich ohne größere Probleme. 

Vier Treffer in fünf Minuten

Ralf Kellermann brachte nach gut einer Stunde mit Caroline Hansen und Vanessa Bernauer frisches Blut ins Spiel – und beide Akteurinnen sollten in den nächsten Minuten noch für den ein oder anderen Gefahrenmoment sorgen. Zunächst wurde der von der linken Strafraumkante direkt aufs Tor gezogene Freistoß Hansens gut von Klink pariert (73.), wenige Minuten später klingelte es dann aber doch im Bayer-Gehäuse: Vanessa Bernauer traf per Direktabnahme (76.) zum 4:1. Und nun brachen die tapferen Leverkusenerinnen komplett auseinander. Babett Peter (82.), Popp mit ihrem zweiten Treffer (83.), sowie die eingewechselte Emily van Egmond (86.) und Hansen (87.) erhöhten innerhalb von nur fünf Minuten um weitere vier Treffer auf 8:1. 

Ralf Kellermann: Vom Ergebnis war es zur Halbzeit eng, obwohl wir auch da schon die deutlich überlegene Mannschaft waren. Da haben wir es nur versäumt, aus den guten Kombinationen Tore zu erzielen. Wir haben uns oft über außen durchgespielt, deshalb war ich mit der ersten Halbzeit nicht unzufrieden. Defensiv hatten wir am Anfang schon ein, zwei Nadelstiche durch Leverkusen zu überstehen. Das Traumtor von Elise Bussaglia in der zweiten Halbzeit hat uns dann nochmal die nötige Sicherheit gegeben. Wir haben es sehr, sehr gut runtergespielt, auch wenn es hinten raus vielleicht einen Tick zu hoch war. Man hat gesehen, die Spielerinnen, die zum Schluss auf dem Platz waren, die kennen nur eine Richtung. Vor allem Caro wollte nach der langen Verletzungspause immer nach vorne spielen. Es ist gut, dass wir etwas fürs Torverhältnis und das Selbstvertrauen getan haben und das Ergebnis nicht nur verwaltet, sondern die Räume, die Leverkusen uns dann gab, genutzt haben. Das war eine tolle Leistung!

Es ist ähnlich wie letztes Jahr, wo wir auch gut aus der Winterpause gekommen sind. Das waren jetzt neun Punkte und insgesamt das sechste Mal in Folge, dass wir als Sieger vom Platz gegangen sind. Die Art und Weise, wie wir in den letzten Wochen aufgetreten sind, gibt Selbstvertrauen und zeigt, dass sich da was entwickelt hat. Wir sind gut gerüstet für die kommenden deutlich schwereren Aufgaben als heute. Jetzt genießen wir aber erstmal den Moment und hoffen, dass die Nationalspielerinnen gesund zurückkommen.

Bayer 04 Leverkusen: Klink – Kempe, Barth, R. Knaak, Wich – T. Knaak (86. Rackow), Hegering, Diekmann, Dunst (68. Schwab) – Rinast, Csiszar

VfL Wolfsburg:
Schult – Blässe, Fischer, Peter, Maritz – Popp, Bussaglia (83. van Egmond), Wullaert (60. Bernauer), Dickenmann – Harder, Mittag (60. Hansen)

Tore:
0:1 Popp (9.), 0:2 Fischer (13.), 1:2 T. Knaak (34.), 1:3 Bussaglia (54.), 1:4 Bernauer (76.)., 1:5 Peter (82.), 1:6 Popp (83.), 1:7 van Egmond (86.), 1:8 Hansen (87.)

Gelbe Karten:
Besondere Vorkommnisse:
Schiedsrichterin: Caroline Wacker
Zuschauer: 289

 

 

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