VFL Wolfsburg

Josef Glanzmann aus der Schweiz

Porträt Josef Glanzmann.

„Ein ganz normaler Fan“

Josef Glanzmann legt für ein Heimspiel der Wölfe 1.600 Kilometer zurück.
Logo der Serie Fans aus aller Welt.
Wenn das malerische Schweizer Städtchen Maienfeld morgens langsam von der ins Tal scheinenden Sonne geweckt wird, ist Josef Glanzmann schon voller Vorfreude auf dem Weg zu  seinen Grün-Weißen. Was er leistet, ist beinahe unglaublich: Fast jede Woche nimmt sich der Dauerkartenbesitzer aus Block vier die Zeit, persönlich in der Autostadt vorbeizuschauen.

„Es ist eine spezielle Atmosphäre in Wolfsburg, die nicht so einfach zu beschreiben ist“, meint der Mitarbeiter in der Division Verkehrsmanagement  der Schweizerischen Bundesbahnen. Ganze 800 Kilometer und knapp zwölf Stunden Reise pro Fahrt muss er bewältigen, um in der Volkswagen Arena anzukommen und ein Spiel seines Vereins zu sehen. Standesgemäß absolviert der 49-jährige die Strecke, die andere nur bei längeren Urlauben zurücklegen, mit der Bahn: „In der Regel fahre ich nach dem Spiel mit dem Nachtzug ab Berlin oder Hannover wieder zurück. Ich habe aber auch Möglichkeiten, privat zu übernachten. Und im Notfall gibt’s ja noch Hotels.“

Kein Weg zu weit

Spielszene aus Braga mit Marcel Schäfer.Neben den Heimspielen der Wölfe stehen für Glanzmann auch Auswärtsspiele auf dem Programm. Egal ob Bundesliga oder internationales Geschäft: Der Schweizer ist regelmäßig dabei und wäre gern noch öfter vor Ort: „Nur die teilweise späten Bekanntgaben der Termine und der Anstoßzeiten halten mich von weiteren Besuchen ab“, erklärt er. Trotzdem schafft der Schweizer es immer wieder. Beispielsweise unterstützte er den VfL einst im UEFA-Cup beim SC Braga in Portugal. Kein Weg ist ihm zu weit. Auf seinen langen Reisen hat er viele interessante Menschen kennengelernt, und sogar Felix Magath begegnet ihm ab und an. Ein besonderes Erlebnis kann er nicht bestimmen: „Diese Frage ist fast nicht zu beantworten. Ich kann mich eigentlich nicht entscheiden, ich hatte so viele spezielle und einmalige Erlebnisse bei VfL-Spielen.“

Glanzmann, der in VfL-Fankreisen den liebevollen Spitznamen „Seppel“ trägt, fährt übrigens nicht wegen seiner Landsleute Diego Benaglio und Marwin Hitz zu den Wölfen. Auf Fragen, ob sie der Grund für seine Leidenschaft seien, antwortet er in der Regel: „Ich komme noch dann zu den Grün-Weißen, wenn Diego Benaglio hier irgendwann nicht mehr spielen sollte.“ Es ist die Liebe zu seinem Verein, dessen Spiele er schon seit 1978 verfolgt. „Nach einem Besuch in Wolfsburg wurde aus anfänglicher Sympathie mit der Zeit immer mehr. Heute bin ich ein ganz normaler Fan.“

Fußballreisen als Urlaub

Für „Seppel“ ist sein Engagement nichts Besonderes, sondern ganz selbstverständlich. Bescheiden meint er: „Ich finde, es gibt Fans, die einiges mehr leisten als ich. Mein ‚Nachweis‘ ist nur die lange Anreise – nicht mehr, aber auch nicht weniger.“ Auch seien die Trips mit keinen Strapazen verbunden, sondern eine willkommene Abwechslung: „Die Reisen zu VfL-Spielen sind für mich Erholung. Auf der Fahrt kann ich mich vom Alltag erholen und komme auf andere Gedanken.“ Darum wird der Schweizer auch in Zukunft die Reise nach Niedersachen auf sich nehmen, um die Fernbeziehung zu seinen Grün-Weißen weiter aufrechtzuerhalten.

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