Geschichte

Suppe für Pippin

Bei allen VfL-Trainern war Uwe Funke gesetzt. Auch im Werk zahlte sein Ehrgeiz sich aus.

Andere Möglichkeiten gab es durchaus. München 1860 etwa wollte ihn holen, Löwen-Trainer Max Merkel war sehr interessiert. Mit Holstein Kiel schien bereits alles klar, dann aber setzten die Störche sich in der Bundesliga-Aufstiegsrunde nicht durch. Und wäre die Alte Dame nicht nach dem Bundesliga-Skandal aus dem Oberhaus geflogen, Uwe Funke hätte ab Anfang der 70er Jahre wohl für die Hertha gespielt. „Ein paar Mal fehlte wirklich nicht viel, aber am Ende war ich immer froh, in Wolfsburg geblieben zu sein“, sagt Funke. „Schließlich hatte man immer im Hinterkopf, sich vielleicht schwer zu verletzen. So hätte es mit dem Berufsfußball ganz schnell vorbei sein können.“

Fleißiger Angestellter

Umso intensiver feilte er stattdessen an seiner anderen Laufbahn bei Volkswagen – mit beachtlichem Erfolg. Mit einer Lehre zum Werkzeugmacher ging es 1958 für Funke, der Anfang der 50er mit seiner Familie aus der DDR geflohen war, im Werk los. Doch sowohl in dieser als auch in späteren Tätigkeiten zeigte er sich bemerkenswert rastlos. Immer wieder bildete er sich neben dem Dienstalltag weiter, studierte an der Abendschule, belegte Fernlehrgänge, machte eine berufsbegleitende Lehre. In seinem Werdegang im Hause schlug sich der Eifer schnell nieder: Aus dem Werkzeugmacher wurde ein kaufmännischer Angestellter, dann ein Bilanzbuchhalter und später ein Betriebswirt.