Charles Akonnor, Hans Sarpei und Isaac Boakye – drei Spieler aus Ghana haben in der Bundesliga-Geschichte bislang das Trikot des VfL Wolfsburg getragen. Jonas Adjetey wird der nächste sein. Sein Weg nach Wolfsburg war früh geprägt von Verantwortung und Verzicht – und immer wieder von Momenten, in denen sich zur richtigen Zeit eine neue Tür öffnete. Das ist die Geschichte von Jonas Adjetey.
Zwischen Schule, Fußball und Familie
Aufgewachsen ist Adjetey in der ghanaischen Hauptstadt Accra, genauer gesagt in Teshie, einem Vorort im Osten der Millionenstadt. „Accra ist eine sehr große Stadt mit vielen Vierteln. Sie ist ständig in Bewegung“, beschreibt er seine Heimat. „Jeder arbeitet, es stecken viel Energie und viel Schweiß im Alltag.“ Der 22-Jährige wuchs in bescheidenen Verhältnissen auf. „Wir hatten nicht wirklich viel, aber meine Eltern haben für meine Schwester und mich alles gegeben.“ Stillstand war keine Option. Schon als Junge übernahm Adjetey mehrere Rollen zugleich. „Du gehst zur Schule, spielst Fußball und hilfst deinen Eltern. Drei Dinge, jeden Tag.“


