Kevin Paredes hat ein Jahr voller Rückschläge hinter sich. Und doch blickt der 22-Jährige voller Dankbarkeit zurück. Statt zu hadern, hat der US-Youngster die Zeit genutzt, um an sich zu arbeiten – körperlich und mental. Im Interview spricht Paredes über seinen Weg durch die Hölle und endlose Nächte mit seinem Vater. Außerdem erzählt er, wie die fehlende Geduld seiner Eltern zum Start seiner Karriere führte.
Kevin, erinnerst du dich noch an dein letztes Bundesliga-Spiel für den VfL?
Kevin Paredes: Das müsste ein Heimspiel gegen Freiburg gewesen sein, als ich gerade meine Verletzung überstanden hatte. Es fühlt sich ehrlich gesagt ewig her an.
Korrekt. Dein Comeback hattest du in der Woche zuvor beim 2:2 in Mainz gefeiert. Du hast dort das frühe 1:0 von Maximilian Arnold vorbereitet. Was hat dir dieser Moment damals bedeutet?
Kevin: Ich war acht Monate komplett raus aus dem Fußball. In dieser Zeit habe ich nur darauf gewartet, wieder dieses Gefühl zu erleben, wieder auf dem Platz zu stehen. Das ist einfach mein Happy Place. Für meinen Assist musste ich nicht viel machen: Ich spiele den Ball zu Max, er erledigt aus der Distanz den Rest. Aber dieses Spiel war für mich viel größer als nur diese Szene. Mit der Mannschaft zusammen zu sein und das zu machen, was ich liebe, das hat mir wirklich die Welt bedeutet.


