Wenn es eine Vita gibt, an der man die heftigen Ausschläge der Wölfe in der Bundesliga ablesen kann, dann ist es wohl die von Ashkan Dejagah. Zusätzlich zum Kerngeschäft hat der Deutsch-Iraner für die Grün-Weißen im DFB-Pokal, der Champions League plus UEFA-Cup und Europa League sowie in der Relegation und gar in der Regionalliga Nord gespielt. Aktuell pendelt der 38-Jährige, der zuletzt in seinem Heimatland aktiv gewesen ist und in der vergangenen Woche sein Karriereende bekanntgegeben hat, zwischen Katar und Deutschland. Im Meisterinterview erinnert sich der Wolfsburger Publikumsliebling „Asche“, den wir telefonisch auf einem Zwischenstopp in Frankfurt erreichen, nicht nur an den größten sportlichen Triumph seiner Laufbahn. Sondern auch an sehr vieles mehr.
Ashkan Dejagah, heute vor 15 Jahren war Wolfsburg ein einziger Freudentaumel. Wenn du an die Meistersaison zurückdenkst: Was kommt dir zuerst in den Sinn?
Ashkan Dejagah: Da denke ich sofort an genau diese Stimmung im Stadion. Fans, die auf den Platz stürmen, sich in den Armen liegen und Rasenstücke aus dem Boden reißen. Aber auch daran, was den ganzen Tag lang in der Stadt losgewesen ist. Unseren Autokorso zum Beispiel sehe ich noch vor mir. Und natürlich denke ich an den Moment, als ich die Schale in der Hand halten durfte. Wer das jemals erleben durfte, der vergisst so etwas nicht.


