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Neuanfang und alte Liebe

Keine Wölfin kennt Werder Bremen besser: VfL-Torhüterin Anneke Borbe im Interview.

Vor rund einem halben Jahr wechselte Torhüterin Anneke Borbe nach acht Jahren in Bremen und 69 Bundesliga-Einsätzen von der Weser an die Aller. Am Montag, 18. Dezember, treffen die Wölfinnen ab 19.30 Uhr im AOK Stadion. Im Interview spricht die 23-Jährige unter anderem über Werder, ihre Entwicklung in Wolfsburg, Pläne für Weihnachten und ihren Spitznamen.

Anneke Borbe, im Sommer bist du von Bremen nach Wolfsburg gewechselt. War es für dich eine große Umstellung?

Anneke Borbe: Die ersten Wochen waren auf jeden Fall eine große Umstellung. Es war gut, dass wir durch die WM am Anfang eine kleine Trainingsgruppe waren. Das hat mir geholfen, reinzukommen. Als im Trainingslager alle dazu kamen, waren das schon viele Reize. Aber auch da hat man sich nach fast einem halben Jahr dran gewöhnt.

Du warst acht Jahre in Bremen, warst dort Stammtorhüterin. Warum hast du dich für den Wechsel nach Wolfsburg entschieden?

Anneke: Ich muss sagen, dass ich mal neue Reize gebraucht habe. Ich war einfach sehr, sehr lange in Bremen, ich habe da ja auch in der Jugend gespielt. Als dann das Angebot von Wolfsburg kam, war das eine große Chance. Für mich war klar, dass ich mich in diesem Training, mit dieser Mannschaft, mit den Spielerinnen, die hier mit mir spielen, weiterentwickeln werde.

Macht sich das für dich nach einem halben Jahr schon bemerkbar?

Anneke: Auf jeden Fall. Ich habe durch das viele und gute Training immer wieder diese Momente, in denen es klickt und die Sachen, die man die ganze Zeit trainiert, plötzlich funktionieren. Ich merke deshalb, dass ich mich hier deutlich weiterentwickele, auch wenn die Spielpraxis nicht mehr so vorhanden ist. Deshalb war der Wechsel die richtige Entscheidung.

Wie bist du überhaupt mal zum Fußball gekommen?

Anneke: Durch meinen älteren Bruder. Der hat damals angefangen und irgendwann wollte ich auch. Erst im Garten und dann auf dem Bolzplatz. Mit vier oder fünf Jahren habe ich im Verein angefangen.

Mit Jungs?

Anneke: Ja, bis ich zur U17 bei Werder Bremen kam, habe ich in Jungs-Mannschaften gespielt.