In ihrem Kerngeschäft haben sie gerade den ersehnten ersten Dreier eingefahren. Und auch neben dem Rasen nutzten die VfL-Profis nun die Gelegenheit, wieder einmal richtig zu punkten. Doch nicht nur sie: Mitarbeitende, Funktionäre, Staffmitglieder, Trainer, Wölfinnen und Wölfe schwärmten am Dienstag reihenweise aus, um auf freiwilliger Basis im Namen des VfL Wolfsburg Gutes zu tun. Unter dem Motto „Gemeinsam bewegen“ hatten sich schon in den vergangenen Jahren große VfL-Trosse mehrfach ins Zeug gelegt. Inzwischen wurde der Aktionstag in den „Wir für euch“-Tag umbenannt. Das Bild blieb das gleiche, wie man es von den Grün-Weißen schon kannte: In ihren berüchtigten grünen Latzhosen besuchten die VfL-Vertretenden, darunter die Geschäftsführer Michael Meeske und Dr. Tim Schumacher, die Cheftrainer Niko Kovac und Tommy Stroot sowie diverse Spielerinnen und Spieler, ausgewählte neun Stationen in der Region, um vor Ort mitanzupacken, zu reparieren, etwas aufzuhübschen oder sich anderweitig nützlich zu machen. Nach 2013, 2016 und 2018 fand der CSR-Projekttag zum vierten Mal statt – und war auch in seiner Neuauflage nach Corona-Zwangspause wieder ein voller Erfolg.
„Ein spannender und wichtiger Tag“
„Der ‚Wir für euch‘-Tag ist für uns ein spannender und wichtiger Tag, weil er Symbol dafür ist, was Fußball abseits des Platzes leisten kann und wie er Menschen zusammenbringt. Außerdem kann man mediale Aufmerksamkeit auf wichtige Themen lenken und dadurch gemeinsam Dinge bewegen“, so Meeske, der sich mit beispielsweise Max Kruse, Kilian Fischer, Bartol Franjic und Paulo Otavio sowie Alexandra Popp und Jill Roord auf dem Hof Tiervital in Bokelberge ans Werk machte. Bei dem in Kooperation mit dem Tagestreff Carpe Diem durchgeführten Projekt setzten die Grün-Weißen etwa einen alten Zaun wieder instand und bauten Nistkästen sowie auch ein Insektenhotel. Sein erster Besuch in einem Altersheim, nämlich dem Senioren- und Pflegeheim der AWO in Wolfsburg, sorgte bei Niko Kovac unterdessen für gemischte Gefühle. „Auf der einen Seite freue ich mich, den älteren Menschen eine Freude bereiten zu können. Manches ist auf der anderen Seite aber auch traurig zu sehen“, so der VfL-Cheftrainer, der betonte: „Ich finde ich es gut, dass wir als Klub mit beiden Mannschaften und auch den Angestellten gemeinsam so etwas machen. Wir Fußballer führen ein sehr privilegiertes Leben. Einiges von dem, was man hier und an den anderen Standorten sieht, regt da sicherlich zum Nachdenken darüber an, welches Glück wir doch haben.“


