SA . 29.  SEP . 2018
Männer

Turbulentes Remis

Wölfe trotzen zweifachen Rückstand und erzielen ein 2:2 gegen Gladbach.

Am 6. Spieltag der laufenden Bundesliga-Saison trennte sich der VfL Wolfsburg in der heimischen Volkswagen Arena nach einer spannungsgeladenen Begegnung mit einem 2:2 (1:1)-Unentschieden von Borussia Mönchengladbach. Dabei musste die Elf von Cheftrainer Bruno Labbadia gleich zwei Rückstände verdauen, zeigte jedoch stets Moral. Für die Tore der Gäste aus Gladbach hatten Alassane Plea (7. Minute) und Thorgan Hazard (48.) gesorgt, auf Seiten des VfL Wolfsburg trugen sich Renato Steffen (12.) und Wout Weghorst (59.) in die Torschützenliste ein. Am kommenden Freitag, 5. Oktober (Anstoß um 20.30 Uhr), sind die Wölfe nun im Abendspiel bei Werder Bremen gefordert.

Drei Wechsel

Gegenüber des 0:0-Unentschiedens unter der Woche beim FSV Mainz 05 veränderte VfL-Cheftrainer Bruno Labbadia seine Startformation auf insgesamt drei Positionen: Für den angeschlagenen Admir Mehmedi (Zeh- und Wadenverletzung) rückte Renato Steffen ins erste Glied, für Elvis Rexhbecaj und Daniel Ginczek kamen Yunus Malli sowie Wout Weghorst in die Startelf. Auf Gladbacher-Seite ergaben sich nach dem 3:1-Sieg über Eintracht Frankfurt zwei Wechsel: Michael Lang und Denis Zakaria ersetzten Jordan Beyer und Jonas Hofmann in der ersten Elf.

Furioser Schlagabtausch

Sieben Minuten waren gerade gespielt, da musste VfL-Schlussmann Koen Casteels erstmals das Spielgerät aus dem eigenen Netz fischen: Plea hatte nach einem gut ausgespielten Konter den Ball per Schlenzer im langen Eck des Wölfe-Kastens untergebracht und für den frühen 0:1-Rückstand der Grün-Weißen gesorgt. Von dem ersten Schock ließ sich die Labbadia-Elf wie zuletzt auch keineswegs irritieren, suchte direkt die Antwort in der Offensive und sorgte bereits kurz darauf für den Ausgleich: Steffen kam nach Ballgewinn in des Gegners Hälfte an der Strafraumkante an das Leder, lief einige Schritte, um den Ball im Anschluss mit einem platzierten Flachschuss ins Gäste-Tor zu befördern (12.). Beflügelt durch den Ausgleichstreffer spielte der VfL nun weiter mutig nach vorn, kam nach einem Arnold-Freistoß gar zur vermeintlichen Führung, Schiedsrichter Zwayer gab das Tor von Weghorst aufgrund eines vorhergegangen Fouls des VfL-Angreifers jedoch zurecht nicht (20.).

Elvedi rettet vor Steffen

Kurz darauf war es erneut der umtriebige Weghorst, der die nächste Chance des VfL einleitete. Der Niederländer setzte sich auf dem linken Flügel gegen Hazard durch, gab von der Grundlinie flach in den Fünfmeterraum, wo Nico Elvedi in höchster Not vor Steffen zur Ecke rettete (23.). Nach einem temporeichen Start kehrte in der Folge Ruhe in die Partie ein, die Wölfe lauerten auf Kontermöglichkeiten, die Gäste schraubten ihrerseits an der Ballbesitzstatistik. Erwähnenswerte Torraumszenen entstanden dabei allerdings nicht mehr und so ging es beim Stand von 1:1 in die Halbzeitpause.

Neuauflage des ersten Abschnitts

Der zweite Durchgang kam wie ein Abziehbild des ersten daher. Kurz nach Wiederanpfiff verteidigte Grün-Weiß bei einem Borussia-Konter zu nachlässig, ließ Hazard freistehend im Strafraum zum Abschluss kommen, der die sich bietende Chance dankend annahm und zur 2:1-Führung aus Gladbacher Sicht traf (48). Nun war der VfL erneut offensiv gefordert und er kam: Nach einem präzise vorgetragenen Konter, landete das Spielgerät über Steffen und Malli bei Weghorst, der den Ball aus kurzer Distanz zum umjubelten 2:2-Ausgleich ins Tor beförderte (59.). Erneut hatten die Wölfe ihre Comeback-Qualitäten eindrucksvoll unter Beweis gestellt.  

William und Roussillon vergeben

Nun war der Labbadia-Elf anzumerken, dass vor heimischer Kulisse mehr als nur ein Punkt rausspringen sollte. Anders als noch im ersten Abschnitt drängten die Wölfe vermehrt auf den nächsten Treffer. Doch da William (80.) und Jerome Roussillon (90.+3), denen sich die dicksten Chancen in der Schlussphase boten, den dritten VfL-Treffer verpassten, teilten sich beide Teams schlussendlich die Punkte.

VfL Wolfsburg: Casteels – William, Knoche, Brooks, Roussillon – Camacho – Malli, Arnold (72. Rexhbecaj) – Steffen (88. Gerhardt), Brekalo – Weghorst (82. Ginczek)

Borussia Mönchengladbach: Sommer – Lang (74. Jantschke), Ginter, Elvedi, Wendt – Kramer – Neuhaus (74. Cuisance), Zakaria – Herrmann, T. Hazard – Plea (82. Traore)

Tore: 0:1 Plea (7.), 1:1 Steffen (12.), 1:2 Hazard (48.), 2:2 Weghorst (59.)

Gelbe Karten: Brooks, Steffen / Elvedi, Kramer

Zuschauer: 24.101 am Samstagnachmittag in der Volkswagen Arena

Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin)

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