Die Wölfe jubeln gemeinsam über ihren Sieg gegen Leverkusen.
SA .  1. 09. 2018
Männer

Spiel gedreht – zweiter Sieg in Folge

VfL Wolfsburg holt beim 3:1-Sieg in Leverkusen den nächsten Dreier.

Die Wölfe jubeln gemeinsam über ihren Sieg gegen Leverkusen.

Im ersten Bundesligaauswärtsspiel dieser Saison gab es für den VfL Wolfsburg den zweiten Sieg in Folge. Die Wölfe feierten einen verdienten 3:1 (1:1)-Sieg in Leverkusen. Vor 26.247 Zuschauern in der BayArena präsentierte sich die Elf von Cheftrainer Bruna Labbadia mit einem starken Positionsspiel und großer Spielfreude. Selbst durch den 0:1-Rückstand (Leon Bailey, 24. Minute) ließen sich die Grün-Weißen nicht von ihrem Plan abbringen. Noch vor der Pause gelang durch eine starke Aktion von Yannick Gerhardt das 1:1. Der Ausgleichtreffer wurde als Eigentor des Bayer Schlussmannes Ramazan Özcan gewertet. Nach der Pause sorgte ein Doppelschlag von Wout Weghorst (55.) und Renato Steffen (60.) für den umjubelten 3:1-Erfolg der Wölfe, die im 22. Versuch bei Bayer Leverkusen endlich ihren zweiten Sieg feiern konnten. Nach der Länderspielpause geht es für die Niedersachsen am Samstag, 15. September, (Anstoß um 15.30 Uhr) weiter. Zu Gast ist dann in der heimischen Volkswagen Arena Hertha BSC (Tickets gibt es hier).

Bundesligadebüt für Pervan

VfL-Coach Bruno Labbadia war durch die Ausfällen von Koen Casteels und Josuha Guilavogui gezwungen, seine Startelf nach dem 2:1-Auftaktsieg gegen Schalke 04 umzubauen. Stammtorhüter Casteels war aufgrund der bevorstehenden Geburt seines Kindes abgereist und wurde durch Neuzugang Pavao Pervan ersetzt. Außerdem spielte Gerhardt im Mittelfeld anstelle von Kapitän Guilavogui, der sich im ersten Saisonspiel eine schwere Knieverletzung zuzog.

Die Hausherren veränderten ihre Aufstellungen im Vergleich zum 0:2 bei Borussia Mönchengladbach ebenfalls auf zwei Positionen. Für Benjamin Henrichs, der unter der Woche zum AS Monaco wechselte, spielt Mitchell Weiser, im Mittelfeld kehrte Kapitän Lars Bender für Dominik Kohr zurück ins Team.

Führungstor der Gastgeber

Robin Knoche führte die Mannschaft in den weißen Trikots als Kapitän aufs Feld, als Julian Brandt bereits nach 30 Sekunden frei vor dem Wolfsburger Tor auftauchte – die Chance jedoch vergab. In den ersten Minuten setzte sich der Gastgeber in der VfL-Hälfte fest, so dass die Wölfe sich erst einmal auf die Verteidigung konzentrieren mussten. Gefährlich wurde es nach einer Standardsituation von Maximilian Arnold, dessen Freistoß-Hereingabe Weghorst knapp neben das Tor setzte (7.). Die Grün-Weißen bemühten sich um mehr Offensivaktionen, agierten deutlich mutiger als in der Anfangsphase und beschäftigten die Bayer-Abwehr. Nach knapp 20 Minuten waren die Wölfe das stärkere Team. Sie bespielten variabel ihre Außen und suchten immer wieder Weghorst mit langen Bällen. In dieser Phase erwischte es die Gäste eiskalt. Als der VfL die Partie unter Kontrolle hatte, zeigten die Leverkusener ihre Effektivität: Bailey wurde auf der rechten Seite nicht attackiert und konnte bis ans Strafraumeck dribbeln. Sein Schuss landete links unten in den Maschen zum 1:0 für den Gastgeber (24.) - der zu diesem Zeitpunkt unnötige Rückstand.

Gerhardts Ausgleich wird Eigentor

Dennoch blieb der VfL im Vorwärtsgang und schaffte rund zehn Minuten nach dem Führungstreffer den Ausgleich. Josip Brekalo setzte Gerhardt von der linken Seite in Szene. Bayers Schlussmann Özcan rechnete mit einer Flanke, doch der Ex-Kölner zog aus spitzem Winkel direkt ab. Der Ball traf Leverkusens Keeper an der Hand und ging von dort ins Tor – 1:1 (36.). Der Treffer wurde jedoch nicht dem 24 Jahre altem Wolfsburger zugeschrieben, sondern als Eigentor des Bayer-Torwarts Özcan gewertet.

Der Torschuss von Wout Weghorst erzielt die Führung.

Weghorst mit erstem BL-Tor

Beide Mannschaften kamen unverändert aus der Pause. Dieses Mal zahlte sich die Druckphase der Wölfe früh aus. Nach einem Eckball bekamen die Gastgeber das Spielgerät nicht geklärt. Roussillon flankte von der linken Seite in die Mitte, wo völlig Weghorst völlig unbewacht auftauchte. Der Niederländer nickte freistehend zum 2:1 (55.) ein, erzielte seinen ersten Bundesligatreffer und jubelte keine fünf Minuten später über das dritte Wolfsburger Tor an diesem Nachmittag. Nach einem Ballverlust war die Leverkusener Defensive unsortiert. Brekalo behielt im Zentrum den Überblick und schickte auf halbrechts Steffen, der frei durch die Lücke in Richtung Tor marschierte. Vor dem Kasten blieb der Schweizer cool und schob die Kugel flach zum 3:1 ins Netz (60.). Der VfL war nach dem Doppelschlag überlegen, die Leverkusener Defensive musste eine Flanke nach der nächsten abwehren. Bayer bemühte sich, war allerdings nicht richtig zwingend. Die Gäste ließen den Gegner nun auch mehr agieren, jedoch nur bis in das letzte Drittel, so dass die Elf von Heiko Herrlich zu keiner nennenswerten Aktion mehr kam. Am Ende holte sich das Labbadia-Team verdient den zweiten Saisonsieg. Ganz stark!

Bayer 04 Leverkusen: Özcan – Weiser, Tah, Dragovic, Wendell (59. Aranguiz) – Havertz, Lars Bender – Brandt, Volland (71. Paulinho), Bailey – Alario (71. Kiese Thelin)

VfL Wolfsburg: Pervan – Roussillon (84. Uduokhai), Brooks, Knoche, William – Arnold, Camacho, Gerhardt – Brekalo, Weghorst (81. Ginczek), Steffen (67. Mehmedi)

Tore: 1:0 Bailey (24.), 1:1 Özcan (36., ET), 1:2 Weghorst (55.), 1:3 Steffen (60.)

Gelbe Karten: Kiese Thelin, Dragovic, Weiser / Camacho, Roussillon, Ginczek

Zuschauer: 26.247 am Samstagnachmittag (1. September) in der BayArena

Schiedsrichter: Sven Jablonski (Bremen)

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