SA . 24. 11. 2018
Männer

Roussillon beendet RB-Serien

Die Wölfe bezwingen RB Leipzig in der Volkswagen Arena mit 1:0.

Ganz wichtiger Heimsieg für Grün-Weiß: Der VfL gewinnt durch einen Treffer von Jerome Roussillon (50.) verdient mit 1:0 gegen den bisherigen Tabellendritten RB Leipzig. Nachdem man in Durchgang eins die eigenen guten Gelegenheiten nicht nutzen konnte, beendete der französische Linksverteidiger mit seinem goldenen Tor gleich zwei Serien der Sachsen: Die Rangnick-Elf kassierte damit nicht nur den ersten Gegentreffer nach 500 Minuten, sondern erstmals nach zehn Pflichtspielen auch wieder eine Niederlage. Am kommenden Sonntag, 2. Dezember, reisen die Wölfe nun mit viel Selbstvertrauen zur schwierigen Auswärtspartie bei den Adlern aus Frankfurt (Anpfiff um 18 Uhr).

Doppelwechsel bei den Wölfen

Zweimal tauschte VfL-Cheftrainer Bruno Labbadia sein Personal gegenüber der 1:2-Niederlage in Hannover vor der Länderspielpause. Die Innenverteidiger-Rolle des verletzten Marcel Tisserand (Muskelfaserriss) übernahm Robin Knoche. Zudem ersetzte der nach hartnäckigen Wadenproblemen wiedergenesene Admir Mehmedi den auf der Bank Platz nehmenden Yunus Malli. Der seit zehn Ligaspielen ungeschlagene Gast aus Leipzig wechselte im Vergleich zum 3:0 gegen Leverkusen verletzungsbedingt dreimal: Für Dayot Upamecano (Knieprobleme), Marcel Sabitzer (Muskelverletzung) und Kevin Kampl (Sprunggelenksprobleme) rückten Willi Orban, Konrad Laimer und Bruma in die Startelf.

Gulacsi mit Glück und Geschick

Der VfL zeigte sich von Beginn an wach und durchaus bemüht, im eigenen Rund die Initiative zu übernehmen und näherte sich wiederholt dem RB-Kasten an. Die erste wirklich gute Gelegenheit hatten dann aber die Gäste, doch Yussuf Poulsens Kopfball verfehlte knapp den rechten Pfosten (9. Minute). Fünf Minuten später hätten die Grün-Weißen dann aber durch eine Doppelchance von John Anthony Brooks und Daniel Ginczek führen müssen, doch mit viel Geschick und etwas Glück verhinderte Gäste-Keeper Peter Gulacsi den Einschlag – und damit das erste Gegentor der Leipziger nach mehr als fünf Ligaspielen. Gleich zweimal parierte der Ungar prächtig, ehe er das Leder auf und nicht hinter der Torlinie sichern konnte. Auf der anderen Seite war es dann erneut Poulsen, der eine Hereingabe von rechts haarscharf verfehlte (15.) – und damit eine muntere erste Viertelstunde beendete.

Ginczek mit nächstem Hochkaräter

In der Folge neutralisierten sich beide Teams ein wenig gegenseitig, Strafraumszenen wurden seltener. Bis zur 28. Minute, als die Wölfe zum nächsten Hochkaräter kamen: Plötzlich tauchte Ginczek alleine vor Gulacsi auf, doch dem VfL-Stürmer versagten die Nerven, er schob das Spielgerät flach am linken Aluminium vorbei. Fast wäre die Fahrlässigkeit im Umgang mit den eigenen Möglichkeiten sofort bestraft worden, doch Brumas abgefälschter Distanzversuch, der Koen Casteels auf dem falschen Fuß erwischte, verfehlte letztlich den rechten Pfosten (33.). Kurz darauf dann eine weitere Schrecksekunde für den VfL, als Wout Weghorst bei einem Zusammenprall so unglücklich am Kopf getroffen wurde, dass dieser bandagiert werden musste. Doch es ging weiter für den Niederländer und Top-Torschützen der Wölfe – und aufgrund mangelnder Kaltschnäuzigkeit vor Gegners Kasten torlos in die Kabine.

Roussillon macht`s

Fulminanter Start dann auch in den zweiten Durchgang: Zunächst erlief sich Mehmedi sich einen langen Vertikalball und knallte die Kugel aus spitzem Winkel an den rechten Außenpfosten (47.). Auch auf der anderen Seite sollte das Aluminium retten. Diego Demmes scharfer Fernschuss landete an der linken Torumrandung, um von dort kurioserweise über den Rücken Casteels aufs Tornetz zu springen (48.). Zwei Minuten später lag das Spielgerät dann aber endlich in den Maschen – und zur Freude der gut 22.000 Zuschauer in denen des Leipziger Gehäuses. Wieder war der stark von Mehmedi eingesetzte Ginzcek beteiligt, dessen Schuss Gulacsi zunächst noch parieren konnte. Doch der nachgerückte Roussillon versenkte den Abpraller zu seinem ersten Bundesliga-Treffer (50.). Das verdiente 1:0 – und der erste Gegentreffer der Gäste nach exakt 500 Minuten! Die Sachsen mussten nun natürlich mehr riskieren, Brumas Versuch landete in Casteels Armen (56.). Ansonsten aber fand die Rangnick-Truppe kein Mittel gegen aufopferungsvoll kämpfende Wölfe. Symbolisch wie kurios: Inzwischen hatte die Labbadia-Elf mit Knoche sogar einen zweiten Akteur in den Reihen, der aufgrund einer Platzwunde einen Kopfverband trug.

VfL holt sich den zweiten Heimdreier

Mit den Einwechslungen von Jean-Kevin Augustin und später Matheus Cunha als weitere Stürmer setzten die Sachsen nun alles auf eine Karte. Doch auch Labbadia brachte mit Renato Steffen und Josip Brekalo frische Offensivkräfte. Leipzig fiel in der Schlussphase nicht mehr viel ein, um die VfL-Defensive noch einmal ernsthaft in Gefahr zu bringen. Immer wieder rannten sich die Bullen fest, während die Grün-Weißen ihrerseits auf Konter lauerten. Nach 94 Minuten war der zweite Heimsieg der Saison für den VfL schließlich perfekt.

VfL Wolfsburg: Casteels – William, Knoche, Brooks, Roussillon – Arnold, Rexhbecaj (87. Uduokhai), Gerhardt, Mehmedi (72. Steffen) –  Ginczek (72. Brekalo), Weghorst

RB Leipzig: Gulacsi – Klostermann, Konate, Orban (69. Saracchi), Halstenberg (69. Augustin) – Ilsanker, Laimer (80. Cunha), Demme, Bruma – Poulsen, Werner

Tore: 1:0 Roussillon (50.)

Gelbe Karten: Rexhbecaj / Orban

Zuschauer: 22.832 am Samstagnachmittag in der Volkswagen Arena

Schiedsrichter: Tobias Stieler (Hamburg)

Wölfe TV: Die Stimmen zum Spiel

Zu den Trainerstimmen

Zur Bildergalerie

Functions

Share

Registration
no account?
Register now