SO .  2. 12. 2018
Männer

Drei Punkte am ersten Advent

Die Wölfe fahren mit 2:1-Sieg in Frankfurt den zweiten Erfolg in Serie ein.

Zum Start in den letzten Monat des Jahres 2018 präsentiert sich der VfL Wolfsburg in einer sehr guten Verfassung. Nachdem bereits am Vorwochenende mit RB Leipzig ein Team aus der Führungsriege der Bundesliga mit 1:0 bezwungen werden konnte, schlugen die Wölfe am Sonntagabend mit Eintracht Frankfurt das nächste Spitzenteam. Mit 2:1 (1:0) setzten sich die Grün-Weißen in der Commerzbank-Arena durch. Nach einer starken Anfangsphase der Frankfurter stabilisierten sich die Wölfe und trafen durch Admir Mehmedi (31. Minute) und Daniel Ginczek (68.). Luka Jovic verkürzte kurz vor Schluss noch für die Gastgeber (87.). Mit dem Sieg klettern die Wölfe auf den achten Platz in der Bundesliga-Tabelle. Das nächste Mal gefordert werden die Grün-Weißen am kommenden Wochenende (Samstag, 8. Dezember, 15.30 Uhr) in der heimischen Volkswagen Arena gegen die TSG 1899 Hoffenheim.

Jubiläumsspiel für Gerhardt

VfL-Cheftrainer Bruno Labbadia schickte dieselben elf Akteure wie beim 1:0-Erfolg in der Vorwoche gegen RB Leipzig zum Anstoß auf das Feld. Das bedeutete auch, dass Yannick Gerhardt zu seinem 100. Einsatz in Deutschlands Fußballoberhaus kam, davon bestritt der 24-Jährige 55 Spiele im Trikot des VfL. Außerdem kehrte Wölfe-Kapitän Josuha Guilavogui nach seinem Kreuzbandriss erstmals in einem Pflichtspiel in den Kader zurück. Auf Seiten der SGE veränderte Coach Adi Hütter seine Startelf auf vier Positionen im Vergleich zum 4:0-Sieg gegen Olympique Marsseile in der UEFA Europa League am Donnerstag. Evan Ndicka verteidigte für Simon Falette, Jonathan de Guzman begann für Jetro Willems und Filip Kostic für Taleb Tawatha. Ante Rebic spielte anstelle von Mijat Gacinovic in der Offensive.

Frankfurt mit starkem Beginn

Vor allem in der Anfangsphase der Partie zeigte die SGE, warum sie vor dem Spieltag den dritten Tabellenrang belegte und zehn der letzten elf Pflichtspiele gewann. Die Frankfurter bauten viel Druck auf und schnürten den VfL in der eigenen Hälfte ein. Ein erstes Mal aufatmen musste Wölfe-Fans in der neunten Minute, als nach einem Foulspiel von William nicht eindeutig war, ob Schiedsrichter Stegemann auf Straf- oder Freistoß entschieden hatte. Nach Rücksprache mit dem Videoassistenten wurde das Foul schließlich auf außerhalb des Sechzehners gelegt. Der anschließende ruhende Ball blieb an der Mauer der Wölfe hängen. Nur kurze Zeit später hatten die Eintracht-Fans dennoch fast den Torschrei auf den Lippen, aber de Guzman traf den Ball nach Hereingabe von Kostic nicht perfekt und so streichelte die Kugel nur den Außenpfosten (14.).

Weghorst an die Latte, Mehmedi ins Netz

Im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs konnten die Wolfsburger der Hütter-Elf immer mehr Paroli bieten und gestalteten so ein Duell auf Augenhöhe. Der große Drang der Heimmannschaft ließ nach und die VfLer konterten sehr gefährlich. Zuerst war es Wout Weghorst, der sich, nachdem er in einer Umschaltsituation von Gerhardt geschickt wurde, mit einer Körpertäuschung im Strafraum Platz verschaffte, aber mit seinem Schlenzer nur das Lattenkreuz traf (27.). Der nächste Konter aber sollte sitzen: Robin Knoche eroberte den Ball, legte diesen sofort ins Zentrum zu Ginczek, der Mehmedi am Strafraum fand. Der Schweizer ging noch zwei Schritte und verwandelte eiskalt ins lange Eck zur 1:0- Halbzeitführung (31.).

Ginczek erhöht, Jovic verkürzt, Guilavogui feiert Comeback

Obwohl die Mannen von Labbadia als Außenseiter bei den formstarken Hessen in die Partie gingen, waren sie auch nach dem Seitenwechsel nicht nur darauf aus, die 1:0-Führung zu verteidigen, sondern suchten auch weiterhin den Weg nach vorne. Zunächst musste John Anthony Brooks nach einer Flanke von Jerome Roussillon am zweiten Pfosten nur noch einnicken, köpfte aber knapp über den Kasten (55.). Doch die Wölfe ließen nicht nach und belohnten sich dafür. Nachdem die Frankfurter tief in der eigenen Hälfte den Ball verloren, hatte Elvis Rexhbecaj auf der linken Seite plötzlich viel Zeit und Platz und fand letztlich per gefühlvoller Flanke Ginczek am langen Pfosten, der an Trapp vorbei auf 2:0 erhöhte (68.) – der erste Scorer-Punkt in der Bundesliga für Wölfe-Eigengewächs Rexhbecaj. Am Ende jedoch machten es die Frankfurter noch einmal spannend, als Willems ein Freistoß vor das Tor hob, wo Sebastien Haller perfekt per Kopf in die Mitte ablegte und Jovic zum Anschluss verwandelte (87.). Natürlich rannten die Hausherren in den Schlussminuten immer weiter an, die tapfer verteidigenden Wölfe sicherten sich aber den Erfolg. Außerdem sorgte Wölfe-Kapitän Guilavogui mit seinem Comeback nach Einwechslung in der Schlussphase für einen weiteren erfreulichen Aspekt des Spiels.

Eintracht Frankfurt: Trapp – Russ, Hasebe, Ndicka – de Guzman (63. Willems), Fernandes (63. Gacinovic) – da Costa, Kostic – Rebic – Haller, Jovic

VfL Wolfsburg: Casteels – William, Knoche, Brooks, Roussillon – Arnold – Gerhardt, Rexhbecaj (90.+3 Steffen) – Mehmedi (90. Guilavogui) – Ginczek (82. Uduokhai), Weghorst

Gelbe Karten: Fernandes, Trapp, Russ / Brooks, Weghorst, Pervan, Roussillon, Rexhbecaj, Gerhardt, William

Tore: 0:1 Mehmedi (31.), 0:2 Ginczek (68.), 1:2 Jovic (87.)

Zuschauer: 48.000 am Sonntagabend in der Commerzbank-Arena

Schiedsrichter: Sascha Stegemann (Niederkassel)

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