VFL Wolfsburg

Tradition

Schwarz-weiss Aufnahme der VfR Eintracht Wolfsburg-Frauen beim DFB-Pokal-Finale 1984.

Frauenfußball hat in Wolfsburg Tradition

Frauenfußball gibt es beim VfL Wolfsburg seit Beginn der Saison 2003/2004. Damit setzt er die seit 1973 bestehende Tradition des Wolfsburger Frauenfußballs fort. Damals gründete der VfR Eintracht Wolfsburg eine Frauenfußballabteilung, deren größter Erfolg der Einzug in das Pokalfinale 1984 war. Dieses verlor man jedoch 0:2 gegen die SSG 09 Bergisch Gladbach.

Der VfR Eintracht zählte zu einem der 20 Gründungsmitglieder der 1990 entstandenen Frauen-Bundesliga. Unter anderem spielte damals die spätere Teammanagerin der Frauen-Nationalmannschaft, Doris Fitschen, in der Autostadt. 1997 verpasste der VfR jedoch die Qualifikation zur eingleisigen Bundesliga. Da der Verein vor dem Konkurs stand, wechselten die Fußballerinnen zum Wendschotter SV und traten von nun an als WSV Wolfsburg an. Bereits ein Jahr später schaffte man den Aufstieg.

2003 folgte dann der geschlossene Wechsel zum VfL Wolfsburg. Zwei Jahre später musste die Mannschaft als Tabellenletzter den Gang in die Zweite Bundesliga antreten, schaffte jedoch die direkte Rückkehr – auch dank einer starken Martina Müller, die allein 36 Tore beisteuerte. Seitdem spielt der VfL ohne Unterbrechung in der Frauen-Bundesliga und erreichte in der Spielzeit 2009/2010 mit Platz fünf sein bis dahin bestes Saisonergebnis. Dieses wurde zwei Spielzeiten später übertroffen, als die Grün-Weißen Vizemeister wurden und sich somit gleichzeitig zum ersten Mal für die Champions League qualifizierten.Die VfL-Frauen setzen sich die europäische Krone auf.

Die Spielzeit 2012/2013 wurde dann zu einer grün-weißen Fabelsaison. In allen Wettbewerben stach die Mannschaft von Ralf Kellermann, seit 2008 auf der VfL-Cheftrainerbank, die Konkurrenz souverän aus und hörte so lange mit dem Siegen nicht auf, bis gleich alle drei Titel eingefahren waren. Höhepunkt von zwölf Tagen wie im Rausch war am 23. Mai 2013 das Champions-League-Endspiel in London. Die europäische Übermannschaft von Olympique Lyon rangen die Wölfinnen dank einer taktischen Meisterleistung mit 1:0 nieder und sicherten sich – kurz nach der Deutschen Meisterschaft und dem DFB-Pokal – als Debütant in der Königsklasse auch noch das Triple.  

Dass diese Saison noch zu übertreffen sein würde, hätte kaum einer für möglich gehalten. Doch auch 2013/2014 sammelten die VfL-Frauen fleißig Erfolge und Titel. Absolutes Highlight war die Verteidigung der Champions League, denn das ist zuvor noch keiner deutschen Mannschaft gelungen. In einem spannenden Final-Krimi setzte sich die Kellermann-Elf gegen den schwedischen Vizemeister Tyresö FF mit 4:3 durch, und reckte trotz zweimaligem Rückstand die Trophäe in den Himmel von Lissabon. Doch damit sollte noch nicht Schluss sein.

Bildete der Europapokal vergangenes Jahr noch den Ausklang der Spielzeit, ging es diesmal am 8. Juni 2014 noch um die Deutsche Meisterschaft. Zwar hatte die VfL-Elf lange Zeit nach einem durchwachsenen Start wenig im Kampf um den nationalen Titel mitzureden, ganz abgeschrieben hatten sie diesen aber nie. Und das sollte sich auszahlen. Nach der 1:3-Niederlage gegen den FC Bayern München in der ersten Partie nach der Rückrunde, die zudem die einzige Niederlage sein sollte in dieser Saison, folgte der Wendepunkt: Alle noch ausstehenden zehn Spiele konnten die Wölfinnen für sich entscheiden – allen voran das direkte Duell um die Deutsche Meisterschaft. Vor einer Rekordkulisse von 12.464 Zuschauern war der amtierende DFB-Pokalsieger 1. FFC Frankfurt zu Gast im erstmalig ausverkauften VfL-Stadion am Elsterweg. Bis kurz vor Schluss war das Team aus Hessen noch Deutscher Meister. Dann schraubte sich Alexandra Popp in die Luft und köpfte den VfL nicht nur zum Sieg gegen Frankfurt, sondern auch zur ersten Tabellenführung in dieser Saison und der damit zweiten Deutschen Meisterschaft in Folge.

Die Erfolge im Überblick:

  • Deutscher Meister: 2013, 2014, 2017
  • DFB-Pokalsieger: 2013, 2015, 2016, 2017
  • Champions League-Sieger: 2013, 2014

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