VFL Wolfsburg

„Eine klare Struktur ist wichtig“

09.01.2014
Max Grün während des Interviews.

Mit den Wölfen bereitet sich Max Grün in Abu Dhabi auf die Rückrunde vor.

Interview mit Wölfe-Torwart Max Grün

Im Sommer kam Max Grün von der SpVgg Greuther Fürth zum VfL Wolfsburg. Der 26-jährige ist die Nummer zwei hinter Stammkeeper Diego Benaglio. Im Interview spricht Grün über seine Rolle, die sportliche Situation und seine Familie.

Halbzeit im Trainingslager in Abu Dhabi. Wie fühlst Du Dich?

Max Grün: Gut. Die Bedingungen hier sind optimal. Zunächst war es etwas schwierig, nach den Feiertagen und der freien Zeit wieder reinzukommen, aber mittlerweile sind wir wieder mitten drin im Alltag.

Hast Du Dir hier schon etwas angesehen?

Grün: Wir hatten ja am Mittwoch einen freien Nachmittag. Ich habe ihn zur Regeneration genutzt, habe geschlafen und gelesen. Natürlich gehört es auch dazu, sich etwas anzuschauen. Aber ich persönlich nutze die Zeit lieber, um zu regenerieren und mich pflegen zu lassen. Im Schlaf kann ich am besten regenerieren. Zuhause fällt das durch unsere zwei Kinder leider meistens aus, insofern nutze ich die Zeit hier.

Fällt es Dir schwer, eine Zeit lang ohne die Familie zu sein?

Grün: Ehrlich gesagt, zerreißt es mir fast das Herz, wenn die Kleinen mir am Fenster nachwinken. Aber gerade unsere Tochter versteht das inzwischen schon, dass nach einer langen Zeit, die wir zusammen waren, immer eine Zeit kommt, in der der Papa oft weg ist. Und zum Glück gibt es ja die moderne Kommunikation.

Im Spiel am Dienstag gegen Arnheim standest Du 90 Minuten auf dem Platz. Wie fällt Dein Fazit aus?

Grün: Es gab zwei Situationen, die ich anders hätte lösen müssen. Wenn man als Torwart einen Elfmeter verursacht, ist das natürlich immer unglücklich. Es gab gute Szenen, aber es sind auch einige Dinge nicht so gelaufen, wie ich wollte. Aber das ist jetzt abgehakt, beim nächsten Mal mache ich es besser.

Wie siehst Du Deine sportliche Rolle beim VfL?

Grün: Die ist ganz klar definiert und abgesprochen. Und das ist gut so. In Fürth war ich in einer Situation, wo das nicht so klar war. Und gerade für einen Torhüter ist es wichtig, dass eine klare Struktur da ist. Und die ist beim VfL vorhanden. Ich gebe mein Bestes und versuche, der Mannschaft im Training zu helfen. Jeder hat seine Rolle und jeder hat seinen Anteil am Erfolg. Es ist auch wichtig, dass wir Torhüter uns gegenseitig pushen und die Leistung jedes einzelnen gefördert wird."

Also war der Wechsel nach Wolfsburg die richtige Entscheidung ...?

Grün: Ja, absolut. Es war für mich der nächste Schritt. Ich wollte zu einem Verein, bei dem ich in Ruhe arbeiten und mich weiterentwickeln kann. Und der sportliche Perspektiven bietet.

Wie bewertest Du die sportliche Situation?

Grün: Die Mannschaft ist auf einem richtig guten Weg. Wir haben uns stabilisiert, wissen aber auch, dass wir jetzt nicht nachlassen dürfen. Wir müssen immer an unser Limit gehen. Wir haben in vielen Spielen zum Ende der Hinrunde gezeigt, dass wir bei Widerständen nicht kopflos werden oder aufgeben. Das spricht für die Mannschaft. Wenn man es nicht schafft, gemeinsam zu kämpfen, hat man keinen Erfolg.

Wie erlebst Du eigentlich die Spiele von der Ersatzbank aus?

Grün: Ich kann nicht ruhig bleiben. Anfangs haben mich die Ersatzspieler und Physios immer etwas komisch von der Seite angeguckt, wenn ich rumgeschrieen habe. Aber mittlerweile springt die ganze Bank bei einem Tor oder bei einem Foul auf. Das macht in der Gesamtheit vielleicht nur einen ganz kleinen Teil aus, ist aber auch ein Zeichen für unseren Teamgeist.

Und wie bereitest Du Dich auf den Moment vor, in dem Du dann plötzlich da sein musst und eingewechselt wirst?

Grün: Ich gehe mit dem Gedanken daran, dass ich nichts zu verlieren habe. In jeder Einheit trainiere ich darauf hin, dass ich da bin, wenn die Mannschaft mich braucht. Wenn Du im Kopf klar bist und weißt, was du kannst, bist du auf einem guten Level. Und dann solltest Du viele Schwankungen nach oben haben und nicht mehr viele nach unten.

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