VFL Wolfsburg

3:1 beim HSV

19.04.2014
Die VfL-Profis bejubeln das 3:0 von Ivica Olic.

VfL sichert den internationalen Wettbewerb.

Im Topspiel des 31. Bundesliga-Spieltags am Samstagabend blieb der VfL Wolfsburg auswärts beim Hamburger SV souveräner Sieger im Nordduell und sicherte sich beim 3:1 (2:0) in der Hansestadt gleichzeitig einen europäischen Startplatz für die kommende Saison. An der Elbe brachten Ivan Perisic (2.) und Kevin De Bruyne (42.) die Wölfe bereits vor der Pause auf die Siegerstraße, ehe Ivica Olic kurz nach Wiederanpfiff (49.) endgültig alles klarmachte. Die Hamburger kamen durch Ivo Ilicevic (58.) nur noch zum Anschlusstreffer. Während einmal mehr das Torgestänge einen höheren VfL-Sieg verhinderte, handelte sich Luiz Gustavo kurz vor Schluss noch eine Gelb-Rote Karte ein (90.) und fehlt den Grün-Weißen damit in der kommenden Woche im Heimspiel gegen den SC Freiburg.

Der VfL steht nach dem nunmehr sechsten Auswärtssieg der laufenden Runde zumindest bis zum Sonntag auf Tabellenplatz vier. Dann allerdings kann Bayer Leverkusen mit einem Sieg in Nürnberg wieder vorbeiziehen.

Polak für Malanda, Rodriguez zurück

Nach der tollen Vorstellung unter der Woche im Pokal-Halbfinale bei Borussia Dortmund (0:2) nahm VfL-Cheftrainer Dieter Hecking zwei personelle Änderungen vor. Ricardo Rodriguez, am Dienstag noch gesperrt, kam für Marcel Schäfer zurück in die Mannschaft, Routinier Jan Polak ersetzte den verletzten Junior Malanda in der Mittelfeldzentrale. HSV-Coach Mirko Slomka musste anders als bei der 1:2-Niederlage in Hannover vor Wochenfrist auf Rafael van der Vaart verzichten. Für den an der Wade verletzten Kapitän rückte Ilicevic in die Hamburger Startformation. Diese musste unmittelbar vor Anpfiff der Begegnung darüber hinaus noch einmal verändert werden. Weil sich Innenverteidiger Johan Djourou beim Aufwärmen verletzte, kam Robert Tesche von Beginn an zum Einsatz.

Frühstarter Perisic, Premiere für De Bruyne

92 Sekunden waren in der Imtech Arena gespielt, als klar war, dass auch das 34. Bundesliga-Duell beider Mannschaften nicht torlos enden würde. Nach einem Ballgewinn von Ivica Olic in der eigenen Hälfte nahm Luiz Gustavo Tempo auf und spielte genau durch die Schnittstelle punktgenau in den Lauf von Perisic, der die Kugel am weit vor dem Kasten postierten René Adler vorbei ins Netz schoss (2.). Ein toller Start der Grün-Weißen, die sofort am Drücker blieben und erst gar keinen geordneten Spielaufbau der Gastgeber zuließen. Auch die zweite Möglichkeit gehörte folgerichtig den Wölfen, Maximilian Arnold aus spitzem Winkel traf aber nur das Außennetz (10.).

Nach einer guten Viertelstunde waren auch die Rothosen in der Partie angekommen, Ilicevic vergab die erste gute HSV-Gelegenheit knapp. Sein Linksschuss strich flach am rechten Pfosten vorbei (16.). Nur eine Minute später versuchte es der Kroate erneut mit seinem etwas schwächeren Fuß und schoss gut zwei Meter am VfL-Gehäuse vorbei. Die Wölfe ließen den Hanseaten jetzt größere Räume, die diese jedoch zu selten zu nutzen wussten. Flankenversuche von Petr Jiracek (22.) und Hakan Calhanoglu (27.) waren leichte Beute für die Defensive der Niedersachsen. Auf der anderen Seite bot sich De Bruyne die große Chance zur beruhigenden 2:0-Führung. Olic war zuvor Sieger im Kopfballduell mit Michael Mancienne geblieben und hatte das Leder in den Lauf des Belgiers verlängert, der völlig alleine auf Adler zulief, jedoch an der glänzenden Fußabwehr des Hamburger Torhüters scheiterte (31.).

Anschließend sorgte ein Freistoß von Calhanoglu kurzzeitig für Aufregung im Wolfsburger Strafraum. Heiko Westermann hatte das Spielgerät an den Querbalken verlängert, stand jedoch auch einen Fuß im Abseits, weshalb das Schiedsrichtergespann zu Recht auf Freistoß für den VfL entschied (34.). Ein sehenswerter Spielzug am linken Strafraumeck brachte den Wölfen kurz vor dem Gang in die Kabine dann aber doch noch den komfortablen Zwei-Tore-Vorsprung. Rodriguez passte zu Olic und der Torjäger steckte durch auf De Bruyne, der von links kommend aus spitzem Winkel das lange Toreck anvisierte und Adler mit seinem Schlenzer keine Abwehrchance ließ (42.). Es war sein erster Pflichtspieltreffer im Trikot der Wölfe, die sich die Führung zur Halbzeitpause allemal verdient hatten.

Olic entscheidet früh, Luiz Gustavo mehrfach im Pech

Unverändert begannen beide Teams den zweiten Durchgang, doch wie schon zu Spielbeginn waren die Grün-Weißen gedanklich viel frischer, eine gefährliche Hereingabe von Perisic klärte der grätschende Mancienne auf Kosten eines Eckballs. Rodriguez brachte den Ball in Richtung Elfmeterpunkt, wo Naldo viel höher als Dennis Diekmeier sprang. Olic reagierte am schnellsten, streckte den Fuß raus und markierte seinen 13. Saisontreffer (49.). Der HSV war in Person von Calhanoglu zwar um eine direkt Antwort bemüht, der bis dato weitgehend beschäftigungslose Max Grün aber holte den Linksschuss noch aus dem Torwinkel (51.). Die anschließende Ecke köpfte Jacques Zoua über den Kasten.

Als Ilicevic im Doppelpass mit Tesche dann aber erneut in den Sechzehner vordrang, dort noch einen Haken nach innen schlug und trocken ins lange Ecke vollendete, stand es nur noch 1:3 aus Sicht der Hausherren (58.), die jetzt noch einmal deutlich aktiver wurden. Olic wurde nach schönem Zuspiel von Arnold zu Unrecht wegen Abseits zurückgepfiffen (62.). Auf der anderen Seite strich ein Kopfball von Westermann etwa einen Meter am Tor vorbei (68.). Nachdem Adler einen Freistoß von Naldo aus großer Distanz im Nachfassen noch parieren konnte (69.), wäre der Nationaltorhüter bei einem strammen Linksschuss von Luiz Gustavo kurz darauf machtlos gewesen – der Ball aber klatschte nur gegen den Pfosten (73.).

Zwar versuchten die Hamburger in der Schlussphase der Begegnung noch einmal Druck aufzubauen, richtig zwingende Torchancen aber hatten eigentlich nur die Wölfe. Wieder war Luiz Gustavo im Pech, als der Brasilianer das Spielgerät abermals aus der Ferne an den Querbalken nagelte (82.), noch in der gleichen Spielminute tauchte Olic frei vor Adler auf, der den Schuss mit der Pike so eben noch um den Pfosten drehte. Auch Perisic schoss in aussichtsreicher Position drei Minuten vor dem Ende rechts vorbei.

Bereits mit einer fragwürdigen gelben Karte bedacht, versuchte Luiz Gustavo in der Nachspielzeit einen der letzten HSV-Angriffe zu unterbinden. Der Brasilianer bekam das Leder aus Nahdistanz an den Arm, was Schiedsrichter Peter Sippel dazu veranlasste, den Wolfsburger Mittelfeldregisseur mit Gelb-Rot vorzeitig unter die Dusche zu schicken.

Das Spiel im Stenogramm:

Hamburg: Adler – Diekmeier, Westermann, Mancienne, Jiracek – Rincon (73. Demirbay), Arslan (56. John) – Tesche, Calhanoglu, Ilicevic (86. Maggio) – Zoua

Wolfsburg: Grün – Träsch, Naldo, Knoche, Rodriguez – Polak (86. Medojevic), Luiz Gustavo – De Bruyne, Arnold (76. Vieirinha), Perisic – Olic (83. M. Schäfer)

Tore: 0:1 Perisic (2.), 0:2 De Bruyne (42.), 0:3 Olic (49.), 1:3 Ilicevic (58.)

Gelbe Karten: Tesche (89.) – Luiz Gustavo (67.)

Gelb-Rote Karte: Luiz Gustavo (90.)

Zuschauer: 56.279

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