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07.11.2009

Der Siegtreffer in Hoffenheim: Grafite erzielt das Tor zum 2:1.

Misimovic und Grafite treffen beim 2:1-Sieg in Hoffenheim

Nach dem 3:0-Auswärtssieg in der Champions League bei Besiktas Istanbul konnte der VfL auch in der Bundesliga einen Auswärtserfolg feiern. Die Wölfe gewannen am Samstagnachmittag bei der TSG Hoffenheim mit 2:1 (0:1). Damit zog der VfL in der Tabelle an den Kraichgauern vorbei und rangiert mit nunmehr 21 Punkten vorerst auf Platz fünf. Die Tore für den VfL erzielten Zvjezdan Misimovic (52.) und Grafite (57.). 

Im Vergleich zum Champions-League-Spiel am vergangenen Dienstag stellte Armin Veh sein Team auf einer Position um. Für Obafemi Martins kehrte Grafite nach seinem Sonderurlaub zurück in die Startelf.

Zum Spielverlauf: In einer flotten Anfangsphase hatten die Hoffenheimer mehr vom Spiel. Die ersten Ausrufezeichen setzte TSG-Abwehrspieler Josip Simunic, der gleich in zwei Situationen (2./6.) vor dem Tor von Diego Benaglio verzog. Die erste Chance für die Wölfe gab es in der 7. Minute zu verzeichnen. Grafite konnte den Ball nach Freistoß von Zvjezdan Misimovic allerdings nicht kontrollieren. Auf weitere Chancen für den VfL warteten die mitgereisten Wölfe-Fans dann vorerst vergeblich. Der Gastgeber aus Hoffenheim hatte die klareren Möglichkeiten. In der 23. Minute nutzte das Team von Ralf Rangnick die bis dato beste Chance zur Führung. Nach Flanke von der rechten Seite durch Maicosuel setzte sich Vedad Ibisevic in der Mitte gegen Sascha Riether durch und ließ Diego Benaglio im Wölfe-Tor aus kurzer Distanz keine Chance. 

Im direkten Gegenzug tankte sich Grafite auf der linken Seite durch. Den Schuss des Brasilianers konnte Timo Hildebrand im Tor der Hoffenheimer aber parieren (24.). Nach einem Versuch von Dzeko in der 33. Minute hatte Misimovic dann die Chance zum Nachschuss. Die Situation wurde wegen vermeindlicher Gefährdung des Hoffenheimer Keepers allerdings abgepfiffen. Doch die Wölfe hatten in der ersten Hälfte insgesamt Probleme, sich klare Chancen herauszuspielen, was nicht zuletzt an den starken Hoffenheimern lag, die sich ihrerseits eine Reihe guter Torchancen erarbeiteten. Die beste nach dem Führungstreffer hatte Sejad Salihovic mit einem Pfosten-Freistoß kurz vor der Pause. Mit dem 0:1-Rückstand ging es in die Kabinen.

Viel mehr Dampf in Durchgang zwei
Ohne Wechsel auf beiden Seiten begann der zweite Durchgang, dennoch sahen die Zuschauer in der Rhein-Neckar-Arena ein komplett anderes Spiel. Die Wölfe waren viel präsenter und setzten Hoffenheim von Beginn an unter Druck. Nachdem sich Sascha Riether und Zvjezdan Misimovic bei einer Chance in der 50. Minute noch beim Torabschluss behindert hatten, machten es die beiden zwei Minuten später besser. Nach einem missglückten Klärungsversuch der Hoffenheimer brachte Riether den Ball präzise auf Misimovic, der Timo Hildebrand  bei seinem trockenen Linksschuss keine Chance ließ – bereits der sechste Saisontreffer des VfL-Spielmachers!

Und nur fünf Minuten später sogar der Führungstreffer für die Wölfe: Nach einem erneut schwach geklärten Ball der Hoffenheimer Hintermannschaft brachte Marcel Schäfer den Ball in die Gefahrenzone zurück und Edin Dzeko legte für seinen Sturmpartner Grafite ab. Der Brasilianer brachte den Ball, der noch leicht abgefälscht wurde, aus elf Metern im Tor unter. Hoffenheim war nach der starken ersten Hälfte kaum wiederzuerkennen. Es spielten fast nur noch die Wölfe, die in der 68. (Dzeko nach Konter) und 73. Minute (Grafite per Kopf) gute Chancen zur Vorentscheidung hatten. In der Schlussviertelstunde war es ein völlig offenes Spiel, denn Hoffenheim warf natürlich alles nach vorne. Die beste Chance der Gastgeber vergab Carlos Eduardo in der 81. Minute nach einer unübersichtlichen Szene im Strafraum der Wölfe.

In der 88. Minute hätte Edin Dzeko nach einem klassischen Konter alles klar machen können. Der Bosnier vergab jedoch freistehend vor Timo Hildebrand. Das änderte jedoch nichts mehr am aufgrund der starken zweiten Hälfte völlig verdienten Auswärtssieg des VfL in Hoffenheim. Damit können die Wölfe beruhigt in die Länderspielpause gehen.


Das Spiel im Stenogramm:

Hoffenheim: Hildebrand – Beck, Simunic, Compper, Eichner (82. Vukcevic) – Vorsah (59. Ba), Luiz Gustavo – Carlos Eduardo, Salihovic – Ibisevic, Maicosuel (89. Nilsson)

VfL: Benaglio – Riether, Costa, Madlung, Schäfer – Josué – Hasebe (77. Pekarik), Gentner – Misimovic (90. Baier) – Grafite (87. Kahlenberg), Dzeko

Tore: 1:0 Ibisevic (23.), 1:1 Misimovic (52.), 1:2 Grafite (57.)

Gelbe Karten: Ibisevic, Simunic, Hildebrand / Misimovic, Hasebe, Josué

Schiedsrichter: Thorsten Kinhöfer

Zuschauer: 29.400